Mein Hobby kostet schon wieder Geld

Einen Tag vorher hab ich noch kräftig spekuliert, und dann hat Steinberg letzte Woche tatsächlich eine neue Version von Cubase veröffentlicht. Für mich ist Cubase das Werkzeug der Wahl um mit meinem Hobby letztendlich Ergebnisse zu produzieren – deswegen treibt’s mich natürlich jetzt wieder rum – weil so ein Upgrade natürlich wieder Geld kostet.

Besonders gemein ist, dass die neuen Features, die ich besonders interessant finde, alle nur in der „vollen“ Version von Cubase drin sind. Ich war bisher immer überzeugter Nutzer der kleineren Version „Cubase Studio“, die für einen Amateur auch durchaus ausreichend ist. Mit Cubase 5 bin ich jetzt aber schwer in Versuchung, das Upgrade direkt auf die Vollausstattung zu wagen.

Noch hält mich der Geiz zurück. Mal sehen wie lange noch.

Moving On

Es ist mal wieder was fertig geworden – diesmal war auch wieder mal kräftig der Zufall im Spiel.

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Die Synthie-Sounds stammen aus dem gleichen Patch wie Ultrablue – allerdings mit etwas weniger ‚Bewegung‘ drin. Ich hab festgestellt, dass ich die Finger nicht vom Delay lassen kann (der Drumloop ist natürlich entsprechend behandelt) und hab mich auch bei der Strophe zum ersten mal mit ‚Ducking‚ befasst.

Das Ergebnis ist wieder etwas, von dem ich selber nicht weiß, in welchen Stil man das einordnen könnte – ich würde es grob in die Lounge-Richtung stecken.

Ducken – aber richtig…

Mit jeder Stunde in der ich verzweifelt und mehr oder weniger wahllos schraube wächst mein Respekt vor den Leuten, die das können.

Ich sitze den heutigen Abend am Versuch, einen schönen „Ducking Delay“ hinzubekommen – d.h. ein Delay, der nur dann laut wird, wenn (in meinem Fall) die Stimme grade nicht singt.

Klappt aber nicht – entweder es „duckt“ nicht richtig, oder es „pumpt“. Insofern versteh ich die Antwort, die mir ein Toningenieur gegeben hat auf die Frage, wie man einen Kompressor am besten einsetzt: „nicht“.

Aber ich werd weiter probieren – und wenn ich irgendwann auf nen grünen Zweig komm, dann werde ich das wohl auch bloggen 🙂

Pianotests

Nachdem das NoBu-Herz immernoch in Reparatur ist (Gravis hat sich entschlossen, ein paar mehr Teile auszutauschen als eigentlich nötig ist (kost mich ja nix) und auf die Idee, mich vorher zu fragen, ist keiner gekommen), bin ich ein bissel am rumprobieren gewesen.

Ich habe mich also nochmals (diesmal unter Windows) ans Upgrade auf Cubase 4.5 gewagt – vor allem weil ich die neuen Klaviere ausprobieren wollte, die im großen Content-Set stecken. (ein S90ES mit einem „outstanding“ Sound)

Also mal meinen ganz persönlichen nicht-repräsentativen Piano-Shootout:

Zuerst mein Non-Plus-Ultra – die Referenz ist ein Yamaha P200 – 30kg, 10 Jahre alt:

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Natürlich hat dieses tapfere Baby schon einiges mitgemacht und ich kenne den Sound sehr gut. Ich mag meine Klaviere schon eher kräftig bis fast aggressiv.

Und da kam mir dann in den neuen Sounds dieses hier unter, namens SR Live:

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Was fällt zuerst auf? HalionOne verschluckt einen Ton. Das hab ich nicht weggekriegt – passiert auch nur bei den Tönen aus dem neuen Content-Set, nicht bei alten Presets. Vom Ton her hat das Klavier für meinen Geschmack zu wenig Bauch – ich hab mit dem EQ schon etwas nachgeholfen – ohne klang’s noch dünner. Mir ist aufgefallen, dass die Oktaven bei diesem Klavier sehr schön klingen.

Und zum Schluss das S90ES:

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Tut mir arg leid, aber für mich klingt das wie ein Lied von Dido – völlig ohne Biss und Energie. Die Qualität des Pianosounds an sich ist zwar voll gut, aber der Charakter ist irgendwie — langweilig. Vielleicht mach ich ja auch was falsch – wer weiß…

Vielleicht hätte ich gerne noch z.B. The Grand oder Akoustic Piano von NI ausprobiert – aber ersteres gibt’s anscheinend nicht mehr und letzteres gibt’s nicht als Demo – also ausgekegelt. Bei Battery konnte mich NI noch mit der Demo von der Vollversion überzeugen.

Kaufen Kaufen…

Da ich ja auch anderer Leute Blogs lese (oder in Kurpfälzergrammatik: „Den andern ihre Blogs“), hab ich mittlerweile kapiert, dass es ganz furchtbar interessant zu sein scheint, zu schreiben, was man sich grade gekauft hat oder kaufen will.

Im Moment sind Lautsprecher ganz groß im Kommen – Hauptsächlich weil die 25 Jahre alten Cantons eher was fürs Wohnzimmer sind und ganz besonders nicht dafür gedacht, dass man in 50cm Abstand davor sitzt. Das klingt nicht richtig. Außerdem ist mir ja der zugehörige Verstärker leider verreckt – die Vertretung übernimmt sein Kollege aus dem Wohnzimmer. Die Folge: Im Wohnzimmer ist still. Das ist schlecht.

Da würden sich doch so ein paar aktive Monitore eignen, die auch noch extra dafür gemacht sind, dass jemand 50cm davor sitzt. Die Frage ist nur, ob die Sorte Monitor für nen Grob-Akustiker wie mich das Richtige ist… ich hör mich weiter um…

Achja – und ein Audio-Interface steht auch noch auf dem Plan. Das Tascam-USB-Teil geht mir zu sehr auf die Nerven…

Update: Geschafft. Die Tannoys sollen’s werden. Und weil Kaufrausch teuer ist, gab’s das Interface gleich mit drauf. Vielen Dank an Zettt, Elmax, Rainer und allen anderen, denen ich mit Fragen auf den Wecker gehen durfte.

Wie tauscht man am besten Cubase-Projekte?

Heute hatte ich eine kleine Session mit Alex von Più für ein paar Keyboard- und Synthie-Sahnehäubchen auf ihren aktuellen Aufnahmen. Der Datenaustausch läuft dabei folgendermaßen:

  • ich bekomme eine klickfeste Vorlage im MP3-Format und lade die ins Cubase
  • ich passe Tempo und Versatz so an, dass die Aufnahme wieder auf dem Click sitzt
  • ich spiele zusätzliche Midi-Spuren, Instrumenten-Spuren oder gebouncte Audio-Spuren dazu
  • das Projekt-Verzeichnis geht dann komplett auf USB-Stick gebannt zurück ins Piú-Studio

Das funktioniert reibungslos, solange der Empfänger:

  • Ebenfalls Cubase 4(.5) nutzt.
  • alle Plugins besitzt, die ich auf den Zusatzspuren benutzt habe

Gerade letzterer Punkt ist schwierig – bei kostenlosen Plugins (z.B. einigen TAL-Plugins) hab ich die entsprechenden Pakete einfach mitkopiert bzw. die Downloadlinks in einem Textfile. Schwieriger ist es da schon bei Plugins wie z.B. dem KORE-Player. Den gibts zwar auch kostenlos, aber erst nach Registrierung beim Hersteller – hat der Studio-PC kein Internet ist erst mal Essig.

Meine Lösung ist im Moment, die fraglichen Spuren einfach einzufrieren. Dabei wandelt Cubase die Spur automatisch in eine hundsgewöhnliche Wave-Datei um und die Plugins werden erstmal nicht mehr benötigt – erst wenn man Änderungen vornehmen will, muss man die Spur „auftauen“. Solange Piú im Studio also nichts als Lautstärke an meinen Zusatzspuren ändern muss, sollte das also prima funktionieren. Ich drück die Daumen.

Meckern über Cubase

HalionOne hat Probleme mit Sustain. Wie’s genau entsteht, weiß ich auch nicht, aber spielt man ne Weile mit Sustain-Pedal dann bleiben irgendwann einige Noten immer im Sustain hängen. Lösen kann man das nur, wenn man die „bösen“ Noten nochmal hält und dabei nochmal aufs Pedal tritt. Das ist nervig – die Idee vom Sonntag, das E-Piano nicht extra anzukabeln und die Noten einfach von HalionOne wiedergeben zu lassen war damit erstmal Essig.

Prologue speichert die Einstellungen nicht richtig. Was heute fehlt weiß ich auch nicht, aber gestern klang das definitiv anders. War eh nur ein Versuch – das UI von Prologue ist so grausam (insbesondere die Farben), dass ich da nur was lesen kann, wenn ich die Augen zusammenkneife. Danke nein.

Eigentlich bin ich recht überzeugt von den Plugins, die bei Cubase 4 (Studio) so dabei sind (also die Effekte), aber die VST-Instrumente enttäuschen mich immer wieder – nicht weil sie schlecht klingen – das tun sie eigentlich nicht, aber die Bedienung ist schwierig, die Dokumentation ist unvollständig und angesichts der Bugs, über die ich oft schon nach ein paar Minuten stolpere, frage ich mich manchmal ob überhaupt irgendjemand die Dinger benutzt.

Feinarbeiten

Vor kurzem hab ich Delamar entdeckt und dort fast genau das gefunden, was ich grade brauche. Viele viele Tipps zum Thema Mixing und die ganzen Fehler, die man dabei machen kann und wie man sie vermeidet.

Also die gerade ziemlich spärliche Zeit genutzt – flugs ans Werk und mal versucht, ein paar der wertvollen Hinweise umzusetzen. Das Ergebnis ist ein nochmal überarbeitetes Stay. Die Nebengeräusche und Klick-Überreste werd ich wohl nie ganz rausbekommen, aber insgesamt klingt’s meines Erachtens doch schon ziemlich gesund.

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Was ich allerdings auch feststellen musste: Die VST-Bridge ist wirklich – wie von Steinberg beschrieben – nur als Übergangslösung zu gebrauchen. Da gibts häufig mal nen Aussetzer oder nen Knackser – sehr schade, weil viele Plugins, die man im Netz so findet immernoch nur für PPC verfügbar sind. Und ob es da Updates gibt, ist fraglich…

Langweilige Beats aufpeppen

Einen vernünftigen Beat hinzukriegen ist (zumindest für mich) eins der schwierigsten Arbeitsschritte beim Musizieren mit dem Computer. Okay – nicht umsonst üben echte Schlagzeuger dafür jahrelang. Was ein Schlagzeuger in einem eigentlich einfach klingenden Rhythmus unterbringt, kann man nicht ‚mal schnell‘ am Sampler nachprogrammieren.

Aber man kann mogeln.

Mein Lieblings-Mogeltrick ist Delay. Beispiel gefällig? Nehmen wir den dämlichsten und langweiligsten Beat der Welt. Nennen wir ihn mal den legendären Beat 1 (auf vielen Begleitautomatiken heißt er auch 8 Beat

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Legt man jetzt mal zum Ausprobieren ein 1/16-Delay obendrauf, klingt das ganze eigenartig, aber wenigstens nicht mehr langweilig:

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Aber gut klingt das nicht – aber über die ungeraden Sechzehntel kann man sich an was brauchbares rantasten – 3/16:

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5/16 sind schon ganz brauchbar:

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und 7/16 sind schon wieder etwas zuviel:

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(natürlich ist mir klar, dass keiner der obigen Beats gut ist – ich will nur den Unterschied zeigen)

Als ich angefangen hab, damit rumzuspielen war ich erstaunt über den Effekt. Man würzt nicht nur den Rhythmus selbst damit, sondern erzeugt auch noch eine Dynamik, wo vorher davon überhaupt nichts zu hören war.

Praktisches Werkzeug für die Übergangszeit, bis ich gelernt hab, wie man vernünftige Beats macht 🙂

Und in unserem neuesten Stück find ich den Effekt eigentlich ziemlich gut.

Lost In The Stars ohne Delay:

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Lost In The Stars mit Delay:

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Just Let Me Know

Wieder was neues:
bad can cityJust Let Me Know

Das ist jetzt der Song, mit dem das Projekt Bad Can City eigentlich angefangen hat. Ein kurzer Drumloop aus Wies MPC, ein kleines bissel am Klavier dazugeklimpert und das ein oder andere ausprobiert. Yvonne hatte in nullkommanix Text & Melodie dazu im Kopf und nachdem wir uns alle noch ein paarmal zusammengesetzt hatten (und 1-2 Nachtschichten zuhause) war die Nummer so, wie sie jetzt nun eben ist. Der ursprüngliche Arbeitstitel ist Smarties – weil zu diesem Stück sicher einige Kilo davon vernichtet wurden.

Das war auch der Punkt, beim Thema Cubase ein paar meiner Überzeugungen über Bord zu werfen. Beispielsweise dass 16 Spuren dicke ausreichen würden und nur verrückte mehr brauchen (es sind dann 25 geworden) oder dass ein 2.16Ghz Core 2 Duo dass alles problemlos in Echtzeit ausrechnen könnte (kann er, aber knapp). Mastering ist mangels Erfahrung wieder nur rudimentär, aber es drückt ja trotzdem ganz ordentlich.