Der Verein Terre Des Femmes veranstaltet diesen Samstag (31.07.10) in Tübingen sein Sommerfest. Dazu gibts einen Vortrag über “Gewaltfreie Kommunikation”. Und weil Gewaltfreiheit und coole Grooves eindeutig zusammenpassen, spielt im Anschluss das Trio Bergkamel.
Los geht’s um 20:00 in der achtbar. Der Eintritt zum Vortrag kostet gewaltfreie 3€.
Die Livemusik beginnt ab 21:30 und ab dann kostet der Eintritt nur noch ein Lächeln.
Seit Sonntag hat mein leidlich treues Macbook Pro an Farben nur noch Schwarz auf Lager. Das Display selbst geht (ich sehe den Bildschirminhalt undeutlich), aber die Hintergrundbeleuchtung lässt sich nicht mehr überreden, anzugehen. Etwas Internet-Suche lässt hoffen, dass kein sauteures Teil kaputt ist: Bei einem Komplettausfall der Beleuchtung ist es häufig der Inverter (und eben nicht die Lampen an sich, das sind nämlich mehrere und dass alle gleichzeitig durchbrennen wäre schon ein großer Zufall). Der Inverter liegt so zwischen 50 und 100€ – noch tolerabel.
Nicht tolerabel war dann allerdings mein Anruf bei einem Esslinger Unternehmen (Apple Service Partner und so…), wo ich auf Nachfrage die Antwort erhiehlt, bei solchen Problemen werde immer das ganze Panel getauscht. Das bedeutet für den Kunden grob eine Verzehnfachung allein der Materialkosten – ohne Not. Der Aussage entnehme ich, dass sie sich garnicht die Mühe machen, den Fehler zu suchen, und dem Kunden lieber für unnötige Ersatzteile blechen lassen. Das deckt sich mich der Gravis-Angewohnheit, bei jedem Schluckauf erstmal das Logic-Board zu tauschen…
Bei Dell, Toshiba und Lenovo kenne ich diese Probleme nicht… vielleicht liegts auch an den 4 oder sogar 5 Jahren Vor-Ort-Service, die man dort dazukaufen kann – und die kosten weniger als 2 Jahre AppleCare. (Zur Erinnerung: AppleCare beinhaltet keinen Vor-Ort-Service!)
Ich werde also – mit Hilfe und Erfahrung aus dem Freundeskreis – mal selbst eine Reparatur versuchen. Wenn das Display dabei kaputt geht, hab ich ja nix verloren…
Das kennt sicher jeder, der nicht grade mit dem teuersten Equipment arbeitet/probt: Ist ein Handy in der Nähe der Elektronik, kommt es irgendwann dann doch zum “dig dig didig dig” – dem GSM-Tango. Böser Blick und Entfernen des Telefons (oder der Person) helfen – und zumindest vor dem Auftritt ist es ja auch eine praktische Erinnerung ans Ausschalten.
Das ganze ist mit den Smartphones etwas schwieriger – erstens gibts keinen Tango mehr, sondern ein durchgehendes UMTS-Dröhnen und zweitens braucht es dann schon etwas Überredungskunst (bzw. technische Hilfe), um dem Besitzer wenigstens den sog. Flugzeugmodus nahezulegen (in dem das Teil an bleibt, aber alle Funkverbindungen aus sind).
Meiner Meinung gilt für Smartphones (inkl. aller Funktionen) das gleiche wie für Handies: Während der Probe (und beim Auftritt selbstverständlich): ausschalten. Einzige Ausnahme ist, man erwartet einen wichtigen Anruf (z.B. wenn/ob sich jemand verspätet). Für alles andere hab ich wenig Verständnis.
Ich hab ne ganze Weile über Zettt’s Äußerung nachgedacht und bin mittlerweile der Ansicht, das ich so garnicht, aber auch so überhaupt garnicht seiner Meinung bin.
Der Grund ist ein Einfacher: Es kommt nicht auf den Sound an, sondern auf das Stück an sich.
Vor grob 300 Jahren wurde das Klavier erfunden. In dieser Zeit hat sich zwar einiges an Aufbau und Klang dieses Instruments geändert, aber trotzdem weiß jeder, wie sich ein Klavier anhört. Man kann also mit einer gewissen Frechheit sagen, dass der Sound eines Klaviers nicht wirklich einzigartig ist, sondern höchstens in einem engem Rahmen variiert. Trotzdem oder gerade deshalb wurde und wird unglaublich viel Musik für und auf diesem Instrument gemacht.
Warum?
Weil es für das Lied an sich nicht so sehr drauf ankommt, wie das Klavier genau klingt, sondern nur, dass es ein Klavier ist. (Und sogar dass ist nicht felsenfest -> E-Piano!).
Nur die allerwenigsten Klavierspieler bauen ihr Klavier auch selbst. Oder kaufen ein fertiges und schrauben da dran rum, damit der Sound besser zum Lied passt. Die meisten Klavierspieler mögen ihr Klavier so wie es ist, natürlich gepflegt und gestimmt und in einem Raum mit schöner Akustik – aber Klavier bleibt Klavier.
Um jetzt wieder die Kurve zu den Presets zu kriegen: Presets sind im übertragenen Sinne ‘fertig gebaute Instrumente’ (spätestens jetzt hassen mich die Instrumentfaschisten). Es ist überhaupt keine Schande, diese Instrumente einfach so zu nutzen, wie sie sind.
Ist ein Stück denn noch einzigartig, wenn ich ein Preset wiedererkenne? Klar doch! Nur weil ich das gleiche Instrument spiele wie jemand Anderes, kopiere ich doch noch keine Lieder. Also liebe Leute: Nutzt eure Presets, seid kreativ. Bloß weil ein Sound genauso klingt wie in einem bekannten Stück, heißt das noch lange nicht, dass man damit nicht was neues Einzigartiges machen kann!
Ja, wir sind gestern schwach geworden und haben den großen Schlagerpreis angeschaut. Mein persönlicher Grund war, dass Stefan Raab mal wieder die Finger drin hatte. So schlecht der Humor dieses Mannes auch ist, musikalisch ist er nicht nur erste Liga, sondern auch ein Musterbeispiel an Seriosität, auch und insbesondere (seinen) Musikern und Künstlern gegenüber.
Also was haben wir, bei Grillwurst und Erdbeeren, gesehen?
Der Spanier Daniel Diges hat sich wohl aus der eigenen Fanbase einen (wohl recht bekannten) Flitzer eingefangen. “Jimmy Jump” (Das stand auf seinem T-Shirt) ist, glaubt man Google, wohl ein berüchtigter Flitzer aus dem Dunstkreis des FC Barcelona. Dem Auftritt vom Diges hat es meiner Einschätzung nach nicht geschadet – Die Wiederholung am Schluss war trotzdem nur fair.
Norwegen hat ein Double von Kai Pflaume ins Rennen geschickt. Den mögen die Europäer dann wohl doch nicht so besonders.
Den Euro-Dance-Trash aus Moldau (oder heißt es doch Moldavien?) fand ich mutig, das Stück selbst war aber schlecht und – verdient – sehr weit hinten.
Vukan Brajic aus Bosnien-Herzegowina wurde als Rock-Nummer angekündigt. Ich hab lange darauf gewartet, dass er anfängt zu rocken und dann war das Lied zu Ende…
Milan Stankovic (Serbien) hatte schon im Voraus Bonuspunkte, weil sein Stück von Goran Bregović war. Außer dem coolen Bass und Bläsersatz war da aber nix weiter.
Griechenland schickte Bruce Willis mit einem Stück von Dschinghis Khan. Ich fands cool
Was haben sich die Briten gedacht? Das Land, das ständig so viele geniale Künstler hervorbringt, bringt ein Scheißlied, billig produziert und amateurhaft aufgeführt. Noch nicht mal Müll – das war eindeutig was für die Problemstoffsammlung. Letzter Platz und wohlverdient.
Extrapreis für die gruseligsten Tänzer an Georgien.
Die Türkei hat eine Band geschickt. Wie cool ist das denn? Eine ganze Band! Eine ECHTE Band! Das hat sich dieses Jahr sonst keiner getraut. Verdienter zweiter Platz – ohne Lena wär’s vielleicht ein Sieger geworden. Von mir dicker Bonus, weils eine echte existierende Band war und weil sie ein eigenes (!) Lied gespielt haben.
Den rumänischen Gig hab ich nicht verstanden. Da stand ein… öh… Plexiglas-Klavier. Ein Leeres. Also nix drin. Und auf beiden Seiten saßen Leute, die darauf… öh… nicht gespielt haben. Bonuspunkte für den Underworld-Look, aber an das Lied kann ich mich nicht mehr erinnern…
Nach allen Stücken hab ich versucht, mich zu erinnern, wie das Stück der Franzosen ging. Bester Versuch war “go, go, go – Allez, Allez, Allez”… aber das war jemand anders…
Bester Kommentar zum Outfit der Russen: “Die brauchen definitiv Backstage-Pässe.”
Zu Lena brauch ich ja nix zu schreiben, das machen alle andern Glückwunsch.
Israels Harel Skaat singt ein Stück, dass verdächtig nach Mireille Mathieu klingt. Nur hat Mireille das mit dem Tönetreffen deutlich besser gekonnt.
Insgesamt haben wir uns königlich amüsiert, natürlich wieder massiv gelästert, gemeckert und später auch festgestellt, dass Peter Urban sicher noch nie vorher im Fernsehen ein Interview geführt hat (und das vermutlich auch nie mehr wird machen dürfen). Mir hat’s gefallen.
Da lese ich im Internet-Käsblättl und an der (diesmal sogar verlinkten Quelle) mal wieder das übliche Geheule. Die armen Künstler verdienen nix. Diesmal ist das Internet zwar nicht schuld dran, aber es hat die Situation auch nicht besser gemacht.
Ich verstehe das Geheule nicht. Für 95% der Musiker und Künstler hat sich – rein finanziell – schlicht nix geändert. Natürlich verdienen (bis auf ein paar Ausnahmen) Künstler wenig. Das war schon immer so. Kunst ist eben in den meisten Fällen brotlos. Deswegen machen die meisten Leute das als Hobby.
Ich sehe da kein Problem mit. Kunst ist Kultur – Kultur ist per se unverkäuflich. Wer dennoch versucht, nur von seiner Kunst zu leben, dem bin ich nicht böse. Viel Glück. Viel Erfolg! Aber ich glaube nicht dran. Klar gibt es eine ganze Industrie, die davon (noch) lebt. Aber ob es die noch lange gibt… wer weiß. Die Hüter unserer Kultur sind diese Moloche nicht. Ganz im Gegenteil. Sie behindern ihre Weiterentwicklung.
(Ich bin kein Gegner des Urheberrechts, oh nein. Nur das derzeitige Verwertungsrecht mit all seinen hässlichen Auswüchsen stößt mir übel auf.)
So, da sind wir über das Osterwochenende tatsächlich nach Paris geflüchtet. Der Wuschelkopf auf dem Wilson-Foto ist hauptsächlich dem etwas undankbaren Osterwetter geschuldet. Das war bei den Galliern nämlich genauso schlecht wie zuhause. Wir haben unsere drei Tage Paris natürlich trotzdem ausgiebig genossen, haben fein und lecker gegessen – der Besuch im kleinen Musik-Club ist leider ausgefallen, da unser kleiner Musik-Club geschlossen hatte.
Beim Rumgucken ist uns natürlich auch noch was nerdiges aufgefallen, was mir irgendwie bekannt vorkam – diese zwei haben wir zufälligentdeckt und vermutlich einiges mehr übersehen.
Tatsächlich habe ich dann natürlich auch noch rausgefunden, wo ich zum ersten Mal davon gehört hab: Natürlich auf Nerdcore