So – hier gibts noch zwei Mixe, die es aus verpeiltechnischen Gründen nicht auf die Perlen-Seite von FSC geschafft haben. Schade eigentlich – es sind zwei Stücke, die mir doch schon ans Herz gewachsen sind.
Als erstes ein Remix von Falling Down. Dieser Mix war sogar eine Auftragsarbeit, die FSC 2009 (oder wars 2010?) auf eine EP packen wollte – als Bonustrack zusammen mit einigen (noch) unveröffentlichten Stücken von FSC. Also hab ich mich auf die Hinterbacken gesetzt und den Remix fertiggespielt und dann noch zum Mix-Feinschleifen an Oli (FSC Drummer und Soundtechnik-Alleskönner) abgegeben. Leider ist aus dem EP-Projekt aus Zeitgründen dann doch nichts geworden und der Song ist unveröffentlicht in die Archive gewandert. Schade (meine Meinung). Im Vergleich zum Original klingt es nämlich eben doch anders obwohl es so ähnlich ist. Mich fasziniert das immernoch. Falling Down (Piano Mix) by beatreactor
Und dann schließlich noch den Eurodisco Mix. Dafür hab ich mir (nochmals) “World in Decline” vorgenommen. Schließlich ist das einzige, was FSC noch fehlt ein käsiger, nicht zu gut klingender Disco-Mix. Eigentlich war das als Aprilscherz gemeint, nach einem 10 Sekunden “Proof of Concept” fand Rainer das aber so gut, dass ich mich entschlossen hab, es fertig zu machen. Auf jeden Fall tanzbar World In Decline (Taste In Decline) by beatreactor
Die Cubes haben sich entschlossen, die Band aufzulösen. Als Reaktion darauf hat Bandkopf Rainer jetzt ein paar alte und teils auch neue Perlen veröffentlicht. Für mich besonders schön ist, dass jetzt auch die Remixe auftauchen, die in den vielen Jahren auch entstanden sind. Besonders schön deswegen, weil vier davon auf meinem Mist gewachsen sind. Das komplette Paket kann man auf Rainers Soundcloud hören. Hier möchte ich nur zu meinen eigenen noch ein paar Bemerkungen machen – falls mir welche einfallen.
Der erste und auch aktuellste Remix ist World In Decline. Beeinflusst hat mich bei diesem Stück die Atmosphäre des Soundtracks von Machinarium. Es hat sich allerdings schnell rausgestellt, dass meine Experimente in eine völlig andere Richtung geführt haben. Kurz darauf bin ich über den prägnanten Bass/Arp gestolpert. Dann hat eigentlich nur noch Rainer’s Stimme gefehlt – World In Decline hat nicht nur wegen der Tonlage genau gepasst. Der Rest ist dann zusammengekommen wie ein Kinderpuzzle: World In Decline (Happy Ending by Heiko Helmle) by rainerdoehring
Der zweite Mix ist deutlich älter – eigentlich sogar mein erster. Mit dem habe ich angefangen, kurz nachdem ich die Einzelspuren bekommen hatte. Gleichzeitig hatte ich mir auch noch eine neue Version von Cubase gegönnt und habe mir dann eben mal die Nummer von FSC vor- bzw. auseinandergenommen. Einflüsse würde ich sagen kamen sicher von Hybrid, auch wenn’s nicht annähernd so klingt wie Hybrid. Ich fand besonders die Reaktionen meiner Testpersonen interessant. Die gingen von “Furchtbar” bis “WOW Geil”. So polarisiert hab ich noch nie vorher: God (Grumpy Deity Mix by Heiko Helmle) by rainerdoehring
Die anderen zwei blogge ich, sobald sie freigeschaltet werden. In der Zwischenzeit empfehle ich auch die restlichen Perlen aus dem Paket.
der Würfel, der diese 10 Mal hinter dieser Veranstaltung stand und wirkte, wird sich bei diesem Konzert endgültig von euch verabschieden. (Quelle)
Trotz dass es wohl irgendwie schon klar war, dass die FSC-Zeit hinter uns liegt – schade ist es. Ich möchte allen Musikern, Gästen und Publikanten herzlich danken. Insbesondere natürlich allen FSClern, die mich an tollen Stücken dieser Reise haben teilhaben lassen.
Es gibt – grob gesehen – zwei Arten von Urheberrechtsverletzung (völlig unabhängig von jeder juristischen Sichtweise):
der “unberechtigte Konsum” – ich konsumiere ein Werk, ohne mir vorher das Recht verschafft zu haben, das Werk zu konsumieren. Ich wage zu behaupten, dass es praktisch niemanden gibt, der das nicht schonmal gemacht hat und viele Varianten dieses Vorgang sind sogar (noch) völlig legal. Die Lobby nennt den Vorgang “Raubkopieren” und eine halbe Armee moralisch teils sehr fragwürdiger Anwälte verdient daran eine goldene Nase.
die (nennen wir’s mal) “unberechtigte Vorteilsnahme”. D.h. ich verschaffe mir durch eine Verletzung der Rechte eines Dritten einen Vorteil bzw. eine Belohnung. Z.B. Geld, Sachleistungen… oder einen Doktortitel.
Für mich ist die letztere Form (das “Schmücken mit fremden Federn”) die eindeutig schlimmere Form. Es ist nämlich nicht nur das bloße “Kopieren”, wobei u.U. ein kleiner Teil der Tantiemen verloren geht. Es ist die totale Enteignung des Urhebers. Jemand anders behauptet jetzt, das Werk geschaffen zu haben und setzt seinen Namen drunter UND verdient jetzt vielleicht auch noch Geld damit.
Für unsere Regierung scheint der letztere Fall allerdings voll in Ordnung zu sein. Das ekelt mich an. Schämt euch.
Ich sehe Computer sehr ungern auf der Bühne. Nicht nur sieht es meistens nicht gut aus (auch wenn da ein schniekes Äpfelchen leuchtet sieht’s nicht gut aus), es gibt für mich einige Gründe, warum ich Computer auf der Bühne weder gerne sehe noch gerne nutze.
der Verdacht: Genauso wie bei einem Tonband auf der Bühne frage ich mich bei einem Rechner auf der Bühne häufig: Was kommt jetzt hier von den Musikern und was kommt aus der Kiste? Spätestens wenn ganze Instrumenten-Einlagen auftauchen, die auf der Bühne garnicht existieren oder (noch schlimmer) das Lied geht los und alle gucken noch in die Luft, ist der Zauber vorbei. Witzigerweise ist das Vertrauen bei einem Live-DJ, der technisch dazu wohl auch fähig wäre, größer. Vielleicht auch weil ein klassisches DJ-Set cooler aussieht als ein Notebook.
die Zuverlässigkeit: Ich persönlich vertraue den großen Betriebssystemen nicht. Weil sie so viel gleichzeitig machen und können. Sowohl OSX als auch Windows starten gerne mal im Hintergrund irgendwas. Wenn das just zu dem Zeitpunkt geschieht, wo meine Live-Sample-Software unbedingt Daten nachstreamen muss, dann habe ich schon meinen Aussetzer. Außerdem darf man ja auch nicht vergessen, dass – bedingt durch die hohe Anzahl der Komponenten und die dadurch bedingte Komplexität eines modernen Betriebssystems – jederzeit irgendwas abstürzen, hängen bleiben oder langsam laufen kann. Ich möchte auf der Bühne nicht zusätzlich zu brummenden Kabeln, pfeifenden Monitoren und sägenden Gitarristen auch noch einen Bluescreen reparieren müssen.
Selbst wenn man eine stabile Umgebung hat: Das nächste Update kommt bestimmt. Und ob die Umgebung dann immernoch stabil ist, das muss dann erst wieder getestet werden.
Ich vertraue auf der Bühne meinen Keyboards & EPianos eher. Das sind ganz simple Dinger. Die schaltet man ein und drei Sekunden später kann man drauf spielen.
Neulich hatte ich das Vergnügen, mit meiner Liebsten einen größeren Töpfermarkt zu besuchen. Während sie also auf die Jagd ging, zog es mich mehr in Richtung der kleinen Bühne, wo das Kasperltheater grade rum war und ein einsamer Gitarrist sehr in sich versunken schöne Melodien produzierte (ohne den ‘Hut’ übrigens).
Ich war als Publikum nicht ganz alleine, am anderen Ende der aufgestellten Bänke ruhten sich ein paar ältere Damen vom Bummeln aus – die Musik war für sie meiner Einschätzung nach eher Hintergrund – ich bin nicht sicher, ob sie den Musiker überhaupt wahrgenommen hatten.
Als das Stück fertig war, setzte ich zu einem einsamen Applaus an. Zu meiner Überraschung drehten sich die Damen zuerst zu mir um und stimmten dann – zögerlich - in den Applaus ein. Das wiederum zauberte ein Strahlen auf das Gesicht des einsamen Gitarristen, der dann deutlich weniger versunken, aber genauso schön weiterspielte.
Fazit: Applaus ist ansteckend und macht Künstler glücklich.
Leider wollte das mit dem letzten Punkt nicht hinhauen. Jetzt hab ich einen nagelneuen Inverter im Panel und trotzdem bleibt das Licht aus. Schade – aber den Versuch war’s wert. Da sämtliche übrigen möglichen Verdächtigen zu teuer sind, als dass sich ein Austausch lohnen würde, wird das Teil jetzt wohl oder übel durch ein Neues ersetzt.
Notebook kaufen ist ein furchtbarer Sport. Ich habe fast die gleichen Probleme wie dieser Spezialist… Mit dem Unterschied, dass ich nicht fundamentalreligiös gegen Macs bin – muss aber auch keiner sein. Wichtig ist, dass Cubase drauf läuft, also Windows oder OSX (oder auf Cubase für Linux warten…)
Es gibt fast nur noch Spiegeldisplays. Was mich daran ärgert ist, dass die Dinger als besser verkauft werden, obwohl sie einfach nur billiger sind.
Die Bildschirme werden immer kleiner – erst 16:10, dann 16:9 – Vielleicht toll für Leute, die gerne Filme auf dem Notebook gucken (Warum?) – zum Arbeiten schlecht – grade weil einen die neueren UIs mit übergroßen Toolbars (Ribbons) zuballern, ist es saublöd, die Y-Achse zu verkürzen… Als Grund für dieses Größenverhältnis vermute ich ebenfalls einfach Kosten – Jetzt kann man die gleichen Displays in Notebooks und Fernseher bauen – ob es sinnvoll ist, scheint wurscht zu sein.
Es ist bei vielen Versendern schwierig bis unmöglich, rauszufinden, ob das jetzt ein mattes Display ist oder nicht. Bei Dell konnte ein kurzer Ausflug in den “Sales Chat” klarheit schaffen: Alle “Privatnutzer”-Notebooks spiegeln, fast alle “Business”-Notebooks sind matt.
Lautstärke, Hitzeentwicklung (vor allem wo) – steht nirgends im Datenblatt.
Die Giftigkeit der Biester ist für mich auch ein Thema – aber da muss man sich extern informieren.
Wo sind die Lüftungsauslässe. Mein erstes Toshiba hatte den Lüfter im Boden. D.h. Notebook auf dem Schoß (oder auf einer Tischdecke!) bedeutet baldige Notabschaltung wegen Überhitzung, weil der Lüfter verdeckt wird. Viel nachgedacht wird bei der Konstruktion dieser Dinger wohl nicht so oft.
Quad-Core oder Dual-Core? Bei modernen Dual-Cores sind die einzelnen Kerne wohl flotter als bei einem Quad – dafür hat ein Quad eben doppelt so viele davon. Hilft aber nix bei Software, die nicht auch alle 4 ordentlich ausnutzen kann. Gerade bei Musiksoftware hab ich da so meine Zweifel, ob ein DualCore da nicht schlauer wäre.
Garantie – möglichst 3 Jahre oder länger. Und kompetente Bearbeitung (also nicht Gravis) eines Reparaturfalls.
Derzeit schwanke ich zwischen einem Latitude E6510 (hat alles, sogar Firewire und eSATA) und einem neuen McBook Pro (dann muss ich nicht umsteigen und nicht neuinstallieren). Beim Mac stört mich vor allem die Tatsache, dass es keine ordentliche Garantie gibt. AppleCare wird zwar von allen gelobt, aber ist recht kurz (2 Jahre) und dafür ganz schön teuer. Und Gravis geht auch nicht, weil ich geschworen habe, keinen Cent mehr bei denen zu lassen (enttäuschter Kunde und so).
Kurz hatte ich gehadert (billig sind die Dinger ja nicht) und die Bestellung bei Dell sogar schon fertig gemacht und mich dann am Ende doch noch für ein Apple-Gerät entschieden. Da ich nicht direkt bei Apple bestellen wollte (auch wegen des ungerechtfertigen Preises von AppleCare) und Gravis mich schon zu oft enttäuscht hat, hab ich es diesmal bei Cancom bestellt.
Außerdem lese ich grade, das Apple wohl gerade die ungiftigsten Notebooks baut. Das beruhigt doch das Gewissen ein klein wenig