Langweilige Beats aufpeppen

Einen vernünftigen Beat hinzukriegen ist (zumindest für mich) eins der schwierigsten Arbeitsschritte beim Musizieren mit dem Computer. Okay – nicht umsonst üben echte Schlagzeuger dafür jahrelang. Was ein Schlagzeuger in einem eigentlich einfach klingenden Rhythmus unterbringt, kann man nicht ‚mal schnell‘ am Sampler nachprogrammieren.

Aber man kann mogeln.

Mein Lieblings-Mogeltrick ist Delay. Beispiel gefällig? Nehmen wir den dämlichsten und langweiligsten Beat der Welt. Nennen wir ihn mal den legendären Beat 1 (auf vielen Begleitautomatiken heißt er auch 8 Beat

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Legt man jetzt mal zum Ausprobieren ein 1/16-Delay obendrauf, klingt das ganze eigenartig, aber wenigstens nicht mehr langweilig:

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Aber gut klingt das nicht – aber über die ungeraden Sechzehntel kann man sich an was brauchbares rantasten – 3/16:

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5/16 sind schon ganz brauchbar:

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und 7/16 sind schon wieder etwas zuviel:

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(natürlich ist mir klar, dass keiner der obigen Beats gut ist – ich will nur den Unterschied zeigen)

Als ich angefangen hab, damit rumzuspielen war ich erstaunt über den Effekt. Man würzt nicht nur den Rhythmus selbst damit, sondern erzeugt auch noch eine Dynamik, wo vorher davon überhaupt nichts zu hören war.

Praktisches Werkzeug für die Übergangszeit, bis ich gelernt hab, wie man vernünftige Beats macht 🙂

Und in unserem neuesten Stück find ich den Effekt eigentlich ziemlich gut.

Lost In The Stars ohne Delay:

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Lost In The Stars mit Delay:

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8 Gedanken zu „Langweilige Beats aufpeppen

  1. hmm…. tja… also ich hör einen sehr großen Unterschied *kopfkratz*……

    aber das muss nix Gutes oder Schlechtes sein. Verschiedene Menschen nehmen einfach andere Details in einer Musik wahr.

  2. Das ist ja eine Spitzen-Demo! Also ich weiß ja nicht, was mit Jenny’s Ohren los ist (Inspektion fällig?), der Unterschied ist wirklich gigantisch.
    Lektion 1 gelernt, wir warten auf Lektion 2.

    Gruß Frank

  3. Ich höre lediglich keinen großen Unterschied bei „Lost on stars“ mit und ohne Delay, bei den fünf Delays oben natürlich schon. Vielleicht bin ich ja tatsächlich taub, aber ich zweifel daran.

  4. @Jenny: Bei „Lost in the Stars“ ist es auch eher ein kleiner Unterschied, aber immerhin hörst du einen Unterschied. Das ist mir wichtig :). Für mich ist es natürlich ein großer Unterschied, was aber wohl daran liegt, dass ich da ein paar Stündchen dran gefeilt hab und deswegen jedes 16tel dran persönlich kenne.

    @Fränkie: Lektion 2 kommt dann, wenn ich sie selbst gelernt hab. Erst muss ich nochmal auf die Nase fallen, dann kann ich drüber schreiben. 😉

  5. 😀

    Ich bin selbst schon drauf gespannt, wie das Stück klingen wird, wenn’s endlich fertig ist. Im Moment mangelt’s einfach an der Zeit – wenn ich mich dran setze, brauch ich einfach am Stück 4-8 Stunden Ruhe…

  6. Pingback: Beatreactor » Moving On

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