Kein Hip-Hop in Stuttgart

Stuttgart verliert die Hip-Hop-Open.

Mich wundert das überhaupt nicht – ich war zwar nicht persönlich dort, aber ich hab noch nie so viele und so ausführliche Beschwerden von einem Festival gehört/gelesen wie vom HHO 2008.

Schade – weil Stuttgart ja vor einiger Zeit mal die Hauptstadt des groovigen Hip-Hop war. Aber Top-Acts aus Stuttgart sucht man die letzten paar Jahre leider vergebens – nicht nur im Hip-Hop. Oder kann mir jemand auch nur eine erfolgreiche Band aus Stuttgart nennen – so aus den letzten 5-6 Jahren? Warum ist das so?

Die HHO sind jedenfalls jetzt woanders – möglichst in einer Stadt, in der die Öffis auch nachts fahren 🙂

Sowas fahren Musiker nicht

Es hatte doch schon fast etwas bemitleidenswertes, wie die zwei Männer vor unserem Proberaumkomplex versucht haben, zwei (eigentlich nicht so große) Lautsprecher in einem Porsche Boxster (S! Cabrio!) unterzubringen. Einer ging wohl noch auf den Beifahrersitz, der zweite war leider nirgends mehr unterzubringen. Die Sorte Auto hat eben leider keinen Kofferraum, dafür drei Handschuhfächer.

Aber echte Musiker fahren ja auch keinen Porsche.

Und weg war die Zeitmaschine

So wie man im Auto gelegentlich mal nach dem Öl guckt, hab ich am Wochenende mal meinem Macbook befohlen, seine Filesysteme zu checken – nicht dass mich ein Fehlerle dort mal unerwartet trifft. Die Empfindlichkeit bei Filesystemen hab ich mir wohl bei etlichen Datenverlusten mit ReiserFS angewöhnt – auch die Angewohnheit, streng und regelmäßig Backups anzulegen, rührt daher. Backups macht einem das MacOS danke TimeMachine ja extrem einfach.

Ein ausgiebiger Check (ist ja ne große Platte) und es stand fest, dass es der Festplatte hervorragend geht – fehlte noch die externe Festplatte – auf der liegen ja, neben ein paar anderen weniger wichtigen Dateien – die Backups. Da das ne ziemlich große Platte ist mit sehr sehr vielen Dateien, hab ich das angeleiert und bin erst mal Eisessen gegangen.

Meine Eisdiele hat aber leider noch Winterpause und nach ner Stunde war ich wieder da und „freue“ mich über folgende Meldung:

„The volume BigBackup needs to be repaired.“

Das restliche Wochenende war der Mac sehr beschäftigt mit:

  • 1. Reparaturversuch (1 Stunde) — fehlgeschlagen
  • 2. Reparaturversuch (2 Stunden (!)) (einfach nochmal geklickt) – auch nix
  • 3. Reparaturversuch übers Terminal — (nochmal 2 Stunden (über Nacht)) — Detaillierte Fehlermeldung, die ich leider nicht verstanden habe (okay, einiges hat wohl nicht gestimmt). Ich mache mir langsam Sorgen um die „weniger wichtigen“ Daten.
  • 4. Reparaturversuch mit „Rebuild Catalog“-Funktion — abgebrochen nach 3 Sekunden wg. fehlerhaftem Filesystem… oooch
  • Platte abgeklemmt und frisch drangeklemmt – OSX startet selbsttätig einen 5. Reparaturversuch im Hintergrund (nochmal 2 Stunden)
  • OSX meldet sich mit einem Fehler, die Platte hätte irreparable Schäden am Filesystem und wird im „Nur-Lesen“-Modus geöffnet. Erleichtert bringe ich meine „weniger wichtigen“ Daten in Sicherheit.
  • Für die Backup-Daten hab ich leider nirgends sonst Platz – Auf Wiedersehen Backups – Hallo frische Backups.

Im Nachhinein hats mich zwar meine Backups von gut einem Jahr gekostet – aber ich bin doch froh, dass ich es jetzt gemerkt hab und nicht dann, wenn ich das Backup wirklich brauche. Das wichtigste Backup ist doch sowieso das aktuelle 🙂

Was hab ich gelernt? Traue keinen externen Platten 🙂

Schlösser und Flügel

Heute hatte ich das Vergnügen mit dem Grinsverkehr im Schloss Hohenheim spielen zu dürfen. Ich muss schon sagen, da hat Stuttgart ein wirklich schönes Schlösschen stehen – hier gibts auch ein paar (reichlich kleine) Fotos vom Marmorsaal, den wir bespielen durften. Ich konnte leider mangels Fotoapparat selbst keine schießen.

Solche Orte sind für einen Pianisten nicht so einfach – hohe, glatte (Marmor-)Wände reflektieren den Schall sehr gut und hallen nach. Insbesondere wenn die Schauspieler sprechen, muss man sich sehr zurücknehmen. So ein Flügel (ein alter, aber gut gepflegter Steinway wars) ist auch geschlossen ziemlich laut – da darf man die Tasten grade mal vorsichtig streicheln – sonst versteht niemand mehr die Schauspieler.

Schade eigentlich – ein schöner Konzertflügel läd doch geradezu dazu ein, mal ordentlich ‚reinzugreifen‘.

Zur Not.

Auf die Frage, ob’s am Spielort ein Klavier gibt:

Klavier kann ich leider keins bieten, aber ich hoffe, ein Konzertflügel tut´s zur Not auch.

Ich denke ich werde mich zur Not auch mit einem Konzertflügel zufrieden geben. 🙂

Mein Hobby kostet schon wieder Geld

Einen Tag vorher hab ich noch kräftig spekuliert, und dann hat Steinberg letzte Woche tatsächlich eine neue Version von Cubase veröffentlicht. Für mich ist Cubase das Werkzeug der Wahl um mit meinem Hobby letztendlich Ergebnisse zu produzieren – deswegen treibt’s mich natürlich jetzt wieder rum – weil so ein Upgrade natürlich wieder Geld kostet.

Besonders gemein ist, dass die neuen Features, die ich besonders interessant finde, alle nur in der „vollen“ Version von Cubase drin sind. Ich war bisher immer überzeugter Nutzer der kleineren Version „Cubase Studio“, die für einen Amateur auch durchaus ausreichend ist. Mit Cubase 5 bin ich jetzt aber schwer in Versuchung, das Upgrade direkt auf die Vollausstattung zu wagen.

Noch hält mich der Geiz zurück. Mal sehen wie lange noch.

Gary Moore klaut den Blues?

Grade les ich auf SPON, dass jetzt ein Gericht festgestellt hat, Gary Moore’s „Still got the Blues“ sei tatsächlich – bewusst oder unbewusst – geklaut.

Als Musiker, der gelegentlich auch mal an einem Stück (mit)baut kann ich sagen, dass das durchaus mal passieren kann: man hat einen Melodie- oder Begleitungslauf im Kopf und findet den klasse – spielt ihn ein. Und der Hinterkopf sagt einem nicht, dass man diesen Lauf vor zwei Wochen im Radio gehört hat. Ein halbes Jahr später sagt einem dann ein Freund „Du, der Teil klingt ja genau wie <…>“. Hoppla.

Leider machen das manche Leute auch absichtlich.

Mein (an mir leider gescheiterter) Gitarrenlehrer Claus hat mich aber darauf hingewiesen, dass fast alle Hits von Gary Moore ihre Harmonieläufe von alten Jazzstandards haben. So ist auch „Still got the Blues“ nicht unbedingt komplett aus Jud’s Gallery’s „Nordrach“ geholt – die Harmonien sind nochmal 40 Jahre älter und aus einem wundervollen Stück von Joseph Kosma: Autumn Leaves. Und dieses Stück wurde seither von einem großen Haufen großer Musiker interpretiert.

Nachtrag: Hier das Original „Nordrach“ von Jud’s Gallery – der Teil um den gestritten wird, geht ab 5:20 los.

Und hier „Autumn Leaves“ von Nat King Cole:

Oder eine sehr erfolgreiche von Diana Krall:

Oder unplugged – eine wunderschöne Version von Eva Cassidy:

Moving On

Es ist mal wieder was fertig geworden – diesmal war auch wieder mal kräftig der Zufall im Spiel.

[audio:/MusicPage/moving_on.mp3]

Die Synthie-Sounds stammen aus dem gleichen Patch wie Ultrablue – allerdings mit etwas weniger ‚Bewegung‘ drin. Ich hab festgestellt, dass ich die Finger nicht vom Delay lassen kann (der Drumloop ist natürlich entsprechend behandelt) und hab mich auch bei der Strophe zum ersten mal mit ‚Ducking‚ befasst.

Das Ergebnis ist wieder etwas, von dem ich selber nicht weiß, in welchen Stil man das einordnen könnte – ich würde es grob in die Lounge-Richtung stecken.

Verdammt kalt…

Richtig – in den Wagenhallen war es zwar wirklich schön – nette Betreuung, super Atmosphäre, nette Leute, lauter völlig verschiedene Künstler. Allerdings fand ichs auch ziemlich kalt dort.

Mein Hals offensichtlich auch, zumindest hab ich heute ein Stück Schmirgelpapier im Rachen und versuche das heute mit ordentlich Tee und Honig zu glätten.

Aber der Silent Friday ist eine wirklich schöne Veranstaltung. Ich hoffe, dass wir mit Béchamel dort vielleicht auch mal auf die Bühne dürfen.

Die Wagenhallen selbst sind – wie ich gehört habe – stark gefährdet von Stuttgart 21. Wenn man selbst mal vor Ort ist, dann wird man sich bewusst, was die Herren Politiker für ihr Denkmal alles opfern wollen.

Nachtrag: Da war ich offensichtlich falsch informiert. Das war (diesmal) garnicht Stuttgart 21 – Danke an Melii für die Info.