Musikmesse 2009

Nach vielen vielen Jahren Abstinenz hab ich mich heute mal wieder auf die Musikmesse gewagt. Ich erspare dem geneigten Leser mal die „Market-News“ – die gibt’s anderswo – und fasse ein paar kurze Eindrücke zusammen.

  • Gegenüber meinem letzten Mal (dürfte 2005 gewesen sein) hat sich die Messe deutlich kleiner angefühlt – manche Aussteller hatten die Sachen, die mich interessiert hätten, garnicht ausgestellt. (Korg hatte z.B. von den Synthies nur die microKORGs, oder ich hab die anderen übersehen…)
  • Die Szene ist im Vintage-Wahn – überall gibt es Instrumente, die zwar neu sind, aber alt aussehen – und das zum Premium-Preis! Ich verstehe den Hype nicht – insbesondere weil zumindest die Gitarren weniger alt als missbraucht ausgesehen haben.
  • Ich hatte natürlich insgeheim gehofft, dort einem bekannten Gesicht über den Weg zu laufen, und tatsächlich hab ich in einem Gang einen schwer erschöpften Zettt getroffen.
  • Frankfurter mit Pommes: 6€
  • Viele Firmen glauben, ihr Name ist so langweilig, da muss noch ein frischer Spruch dazu. Was ich so gelesen hab, erinnert an diese Wörterspiele… ich frage mich, ob die Hersteller sich da absprechen:
    „Innovation through research“
    „Tradition of Innovation“
    „Innovation of Tradition“
    „Innovation with design“
    „Innovation first“
    — Innovation ist also der Buzz für 2009…
    Und der „Wir brauchen nen feschen Spruch, weil wir eine Musikfirma sind“-Spruch:
    „Hier spielt die Musik“
  • In der Holz- und Blechblashalle war es vom Gefühl her lauter als in der Gitarren-/Amp-Halle. Offenbar wissen zumindest die Hersteller von Amps, dass man die auch leise drehen kann (jaa, haut mich ihr Gitarristen, ich weiß doch, dass die Dinger leise nicht klingen – kauft euch bessere!) 🙂
  • Ich denke solange ich nicht wieder neue große Sachen anschaffen will, hab ich erstmal wieder genug von der MM für die nächsten paar Jahre.

Mitbringsel

scgodBei der letzten FSC-Probe am Samstag (die nicht nur kräftig Spaß gemacht hat, sondern sowohl Klarheit als auch Sicherheit fürs Festival gebracht hat) durfte ich mir ein kleines Geschenk mitnehmen: Einen großen Haufen einzelne Spürchen von FSC-Liedern. „Zum Lernen und Spielen“.

Ich werde lernen und spielen. Versprochen 🙂

Den er wusste nicht, was er spielte.

Übermorgen startet der Probenmarathon mit Four Sided Cube für das Bands for Brasil-Festival. Ich bin mal gespannt, was kommt, denn Vorinformationen gibt es bei FSC üblicherweise nicht. „Was eigentlich gespielt wird“ erfährt man frühestens, aber nicht zwangsläufig, in der ersten Probe.

Gut, dank einer kleinen „Sneak-Preview“-Probe hatte ich die Chance, doch etwas mehr mitzukriegen – mal schaun, was nun tatsächlich dran kommt.

Spielen mit Steam

„Gelegentlich“ spiele ich ja immer gerne mal wieder, und grade wenn’s mich am Wochenende wieder packt, finde ich das Modell „Download“ doch recht praktisch. Dafür bin ich fast ausschließlich bei Steam – obwohl dieser Dienst meiner Einschätzung nach der teuerste von allen ist.

Warum bleibe ich bei Steam? Wegen einem genialen Feature: Der Sprachwahl. Ich spiele gerne Spiele, die auch eine Story entwickeln – da Lesen nicht mehr in Mode ist, sind die heutigen Spiele vollständig „gesprochen“. Und die deutschen Versionen sind entsprechend auch synchronisiert. Leider. Ich gebe der deutschen Version gerne eine Chance, aber leider versieben sie’s immer wieder. „Mass Effect“ habe ich bis ungefähr zur Hälfte geschafft, bis mir die unzusammenhängenden und gnadenlos gelangweilt abgelesenen Dialoge auf die Nerven gegangen sind. Wie soll man denn die – ohnehin schon reichlich platte – Story schlucken, wenn die Charaktere derart kontextlos miteinander sprechen. Beispiel gefällig? Die erste Minute dieses Videos zeigt schon einen Riesenpatzer – und das sind die ersten Minuten des Spiels.

Zweites war Dreamfall – ein Spiel, das man wohl eher wegen der beeindruckend schönen Bilder und vor allem wegen der genialen, stimmungsvollen und absolut immer passenden Musik spielt. Hier hat es mir der Dialekt aller englischen Sprecher angetan, da reden Engländer, Schotten, Iren alle mit ihrem markanten Dialekt – das geht in der deutschen Version alles verloren. 5 Minuten Deutsch, dann auf Englisch umgestellt, neu runtergeladen und los gehts.

Es gibt aber auch Ausnahmen – „Portal“ fand ich in deutsch hervorragend 🙂

Vielleicht kosten die Spiele auch deswegen bei Steam mehr – aber dieses Feature ist mir den Preis wert. Oder gibt’s das bei anderen Download-Plattformen auch?

Montagsvorschau

Da schaut man Sonntags nochmal rein interessehalber kurz in den Service-Monitor und das sieht dann so aus:

Nagios

Kurze Erklärung: Nagios überwacht das Netz. Normalerweise stehen da 304 grüne – das ist gut. Alles was nicht grün ist, ist nicht gut. Sehr viel nicht grün ist extrem nicht gut. Irgendwas ist da wohl passiert – morgen früh wird spannend 🙂

Update Montag Abend:

Nagios Montag Abend

Schon besser. Und wer war schuld? Ein Windows 2003 Server hat verrückt gespielt und das Netz geflutet. Hmpf.

Rock’n’Roll aus den Quadraten

Es ist ja immer wieder schön, coole Sachen aus der Heimat zu hören. Und dieses Wochenende kam mir aus allen möglichen Ecken zugeflogen, dass die Flames gerade eine neue Single veröffentlicht haben. (Der geneigte Hörer erinnert sich vielleicht an dieses Stück).

Wenn ich so in das neueste Werk reinhöre, muss ich schon sagen – da hat sich einiges geändert. Ich fand die Flames früher etwas roher/härter/hardrockiger. Aber die Nummer hat durchaus Potential – und ich wünsch den Jungs natürlich Radioplays/TV/Klingeltondownloads bis rauf zur Nummer eins – allein schon weil ich sie so gut leiden kann 🙂

Da isses: Lunatic Dreams

Bewundernswert

Ich bewundere Sounddesigner. Warum? Weil ich grade versuche, Sounds zu machen.

Da will man einen schön sterilen Sound machen, der bassig ist, rund klingt aber nicht zu fettig. Man schraubt hier und dort ein bissel, versucht einen Effekt – oder zwei.

Und verliert irgendwann die Geduld. Das klingt dann nicht mehr schön. Zumindest nicht auf die Art schön, wie ich das eigentlich haben wollte… Das klingt dann so…

[audio:http://beatreactor.de/wp-content/uploads/2009/03/frantic-rawradias.mp3]

….okay … bassig ist es… immerhin

Cold-Calls am heiligen Samstag

Von Versatel hab ich ja schon lang nichts mehr gehört – ich hätte mich auch nicht mehr angerufen, so unfreundlich wie ich das letzte Mal war. Diesmal hat sich Kabel-BW getraut, meinen Samstag zu stören, und dass mich der aufdringliche Herr die ganze Zeit mit „Frau H.“ angesprochen hat, war meinem Interesse an seinem Angebot nicht gerade zuträglich. Das gute an Cold-Calls am Wochenende (oder während der Simpsons –> Todsünde) ist, dass man so langsam lernt, am Telefon kreativ und aus dem Stegreif effektiv zu lügen.

Allerdings sollte ich mir abgewöhnen, am Telefon zu behaupten, ich hätte aus religiösen Gründen kein Telefon. Das wirkt nur ein paar Sekunden, dann kriegen die das spitz.

Schrauben

Radias EditorMicroKorg Editor

Ich schraub ja immerwieder gerne stundenlang an einzelnen Sounds rum, bzw. versuch sie in diesem Fall vom Kleinen (rechts) auf den Großen (links) zu übertragen, und dabei vielleicht noch einen schöneren Klang rauszuholen.

Aber wenn dann die Fenster mal alle offen sind, darf man keine Pause machen – sonst find ich hinterher nix mehr 🙂

Insgesamt bin ich aber heilfroh, dass Korg mit seinen Instrumenten Editoren für den PC/Mac liefert – zumindest beim MicroKORG ist das überlebenswichtig, da das Gerät wegen seiner Größe schon nicht allzu „mitteilsam“ ist. Einen fertigen Sound direkt am Gerät zu verstehen und nachzuvollziehen ist praktisch unmöglich.

Four Sided Cube & Friends beim BfB

Letztes Wochenende hatte ich die Ehre, mal wieder seit langer Zeit eine Probe mit Four Sided Cube. Die werden nämlich beim diesjährigen Bands for Brasil Festival mit allerlei Gästen spielen und ich werde einer davon sein.

Mitgenommen vom Wochenende hab ich einige Hausaufgaben und Ideen, die jetzt vor allem in meinen Synthie programmiert werden sollen. Da stehen dann wieder die fehlenden „Skills“ im Weg – wenn man weiß, wo man hinwill, aber nicht so genau, an welchen Schrauben man drehen muss um da auch hin zu kommen.

Um Moment bin ich bei einer Stunde pro Klangfarbe – dann ist sie ungefähr da, wo ich sie haben will. Zum Glück sind es nicht so furchtbar viele 🙂