Béchamel am Silent Friday

Béchamel wird an diesem Freitag dem 25.09.09 also doch am Silent Friday spielen. Das ganze findet diesmal im Zapata statt. Wann wir dran sind ist noch nicht ganz raus, der Abend beginnt auf jeden Fall um 21:00.

Da unsere Yvonne demnächst die Stadt verlässt und Berliner Luft schnuppert, werden zukünftige Béchamel-Abende – so sie überhaupt stattfinden – extrem selten sein. Es lohnt sich also, diesen Freitag noch mitzunehmen.

Update: Nach aktuellem Plan werden wir am Anfang gegen 21:15 spielen.

Freitags in LU

Weil wieder Sonntag ist hab ich wieder ein bissel Musik. Am Freitag wurde ich sozusagen freiwillig genötigt, unbedingt mal in Ludwigshafen im „Das Haus“ vorbeizuschauen, weil dort meine Lieblings-Kuschelrocker von FSC spielen und Oido! Klar würde sich das lohnen. Vor Ort und nach grenzwertigen 15€ Eintritt hab ich dann erfahren, dass Oido doch nicht auftreten. Die Reise hat sich aber wegen FSC mal wieder gelohnt – sie haben einen wunderschönen ‚unplugged‘-Gig auf die Bühne gezaubert. Und danach gleich online gestellt – hier ein Beispiel mit dem bis vorgestern unveröffentlichten Song „Just Do It Right“:

Invaders Must Die

Invaders Must DieEs gibt gewisse Zustände, die rufen immer nach geeigneter Musik – insbesondere um als Ventil oder Katalysator zu wirken, Gift zu neutralisieren, Dampf zu kanalisieren… Bei mir persönlich mündet das gerne in den elektronischen, geräuschvolleren und lauteren Genres – in verschiedenen Stufen:

genervter/gestresster Heiko -> Hybrid, Way Out West
frustrierter/schlecht gelaunter Heiko -> Chemical Brothers
„minus 40 Grad“ -> Prodigy

Und durch Zufall (und sAxel) bin ich jetzt doch noch auf das neue Prodigy-Album aufmerksam geworden (ja ich weiß, ich merk sowas immer viiiiel zu spät).

Nach dem ersten Reinhören kann man nur sagen: „Hervorragender Krach“ – meiner Meinung nach eindeutig besser als das „Outgunned“-Album. Aber für lange Durststrecken bzw. höhere Dosen muss man trotzdem zusätzlich auf „Jilted Generation“ und „Fat of the Land“ zurückgreifen. Aber großartig rezensieren will ichs ja garnicht. Mir gefällt’s und gut.

Fazit: Zur Behandlung mieser Laune eindeutig geeignet 🙂

Und gleich doppelt…

Na das war ja mal ein gut gefüllter Samstag. Zuerst ging ja mal alles weitgehend nach Plan vor. Wir haben mit Saxattack auf dem LabFest das Zelt ordentlich geheizt. Der Gig lief reibungslos und von meiner Seite ein großes Lob an die Organisatoren und Helfer vom Laboratorium. Ich hab mich sehr gut aufgehoben gefühlt.

Die große Überraschung kam per Telefon ein paar Minuten nachdem wir die Bühne abgeräumt hatten. Im Café Galao ist die Band krankheitsbedingt ausgefallen und der Veranstalter (der Silent-Friday-Reiner) sucht händeringend nach ner Band. Nach kurzer Beratung war uns klar, dass wir mit Saxattack im Galao nicht spielen können (zu groß, zu laut) — aber Béchamel würde gehen. Also alle man zusammen gepackt und ab zum Marienplatz – als Verstärkung hatten wir dann von Saxattack noch den Elmar und den Timo auf der Bühne und konnten den Abend noch soulig-funkig-chillig ausklingen lassen. So spontan bin ich schon lange nicht mehr auf ne Bühne gekommen 🙂

Und sozusagen als „added benefit“ konnten wir uns wieder um ne Demo-CD von Béchamel rumdrücken – wir konnten ja live überzeugen 🙂

Das Galao ist übrigens ein kleines hübsches Café direkt neben dem Arigato am Marienplatz – feine Location und regelmäßig Live-Musik!

Sonntag im Uptempo

Ja, dieser Sonntag ist wohl einfach zu schön um ihn zu verträumen (so wie die letzten Musik-Sonntage). Deswegen diesmal mehr Tempo, mehr Basedrum und es kommt sogar ausm Kessel. Auf irgendeiner Compilation (oder wahrscheinlich sogar mehreren) hab ich diesen Mix von Tiefschwarz‘ „Music“ gefunden und liebe ihn bis heute. Das ist meine Lieblingssorte House und irgendwann will ich die Gelegenheit haben, auch sowas produzieren zu können.

Unbedingt auf das Klaviersolo warten – kurz und auf den Punkt – so wie sich Solos gehören 🙂


Der Gesang ist übrigens eine frühe Joy Denalane.

Saxattack beim LabFest

Es wird Zeit. Saxattack kommt wieder aus dem Keller. Mit neuen Stücken und bei schönster Umgebung spielen wir auf dem Lab-Festival. Natürlich nicht allein, sondern mit vielen anderen Musikern und Künstlern.

Ort ist der untere Schlosspark im Zelt bei den bei den Berger Sprudlern, wir sind am Samstag, dem 29.8. dran ab 17:30. Es lohnt sich aber definitiv, schon früher zu kommen (und kostet das gleiche: nix).

Viel Spaß 🙂

Sonntag – Please

Diesen Sonntag hab ich mal (wieder) ein unglaublich schönes Lied von Lamb gefunden, dass mir den ganzen Urlaub im Hinterkopf rumgegeistert ist. Allerdings wars die Mezzowave-Version und ich habs (im Gegensatz zu vielen anderen netten Stücken) auch im Hinterkopf behalten.

Hier ist das Original mit einem hübschen Naruto-Zusammenschnitt:

Heiko @ North Sea Jazz Festival

Ja, plötzlich war der Beatreactor wieder für zwei Wochen verwaist, aber nicht weil mir (wie sonst) nichts blogbares einfällt, sondern weil ich mich klammheimlich in den Urlaub verabschiedet hab.

Als Auftakt dazu hab ich mit dem sAxel einen Zwischenstop in Rotterdam gemacht, zum North Sea Jazz Festival. Der Eintritt war zwar mit runden 80€ nicht grade wenig (dazu noch die Zugfahrt nach Rotterdam) – allerdings war das nach spätestens zwei Stunden Festival wieder drin.

An was kann ich mich denn erinnern…

Herbie Hancock & Lang Lang
Da ich mich im Voraus nicht über die Einzelheiten informiert habe, bin ich recht unbedarft ins Festival marschiert und musste dort erfahren, dass dieses Konzert zusätzlich zum Eintrittspreis nochmal 33€ extra kostet. Also haben wir es dann doch geschwänzt und haben uns erstmal alle anderen Räumlichkeiten angesehen und sind hängengeblieben bei…

David Sanborn & Horns
Grandioses Rhythm&Blues-Konzert mit unglaublich guten Bläsern. Da wir aber noch auf Erkundungstour waren, haben wir nur die Hälfte mitgekriegt und hätten fast den Anfang von

Jamie Cullum
verpasst. Haben wir aber nicht und DAS hat sich definitiv gelohnt. Ich hab Jamie Cullum vorher (mit einigen seiner Platten im Ohr) nicht sonderlich gemocht – aber was der Mann live auf der Bühne für eine Energie entlädt, ist einfach unglaublich. Spätestens ab hier haben sich alle Kosten und Mühen gelohnt – ab diesem Konzert bin ich Jamie-Fan. Genial. Danach konnte es natürlich nicht mehr besser werden, aber dass es so schlecht werden konnte, konnte keiner erwarten. Es kam nämlich…

Seal
Oh Mann, was für eine Schnarchtablette. Mit der Energie von Jamie im Rücken war Seal eine Vollbremsung mittels Betonwand. Nicht nur, dass seine Lieder und Playlist nichts getaugt haben (4 Balladen am Stück, dann eine missglückte Groovenummer, dann wieder 3 Balladen – gäääähn), nö seine Band war auch nicht sonderlich motiviert und Seal selbst stand auf der Bühne wie bestellt und nicht abgeholt. Gut, der Mann kann echt gut singen, aber Jazz war das trotzdem nicht. Völlig daneben. Wir haben uns das Leiden nur kurz angesehen und sind dann aufs Dach geflüchtet, dort war nämlich…

The Sjeng Stokkink Funk ’n‘ Jazz Implant
Das muss man sich ungefähr so vorstellen: Ein DJ spielt richtig alte und massiv geile Funk-Platten und wird abwechselnd von Livemusikern an Bass, Vocals, Sax und Percussions unterstützt. Klingt geil, ist auch so. Außerdem gabs nebendran mittelmäßiges Sushi zum Premium-Preis. Nach einem kurzen Besuch bei den japanischen Free-Jazzern (kurz meint dabei ungefähr 11 Sekunden), haben wir uns bereit gemacht für meinen persönlichen Höhepunkt des Abends:

Jazzanova feat. Paul Randolph
Ich hatte hier auf ein „Aha“-Erlebnis gehofft, nachdem ich auch von der letzten Platte nicht so überzeugt war und wurde ebenfalls nicht enttäuscht. Jazzanova sind live einfach klasse. Und Paul Randolph ebenso. Kann ich nur weiterempfehlen. Was sie so machen ist sowieso schwer genug zu beschreiben. Es groovt auf jeden Fall massiv.

Nachdem Jazzanova dann fertig war (und wir auch) konnten wir noch die letzten zwei Zugaben von Steve Winwood hören und auf dem Weg nach draußen noch die coolen Grooves der Gangbé Brass Band. So kann man verdient und erschöpft ins Hotelbett fallen.

So viele coole Bands hab ich schon lang nicht mehr live und am Stück gehört. Und der perfekte Einstieg in den Urlaub war’s auch noch, weil am nächsten Tag gings über Amsterdam und Edinburgh ins schottische Inverness. Aber davon schreib ich ein andermal 🙂

Sonntagsgroove aus aktuellem Anlass

Aus aktuellem Anlass. Ich möchte dazu bemerken, dass ich den Beatreactor eigentlich politikfrei halten möchte. Dieser Song hat allerdings – für einen politischen Song – einige Eigenheiten, die ihn von anderen politischen Werken abheben:

  • es ist kein Punk. Jawoll, 99% aller politischen Stücke, die ich gehört habe, sind entweder Punk oder „Liedermacher“ – also Gitarre & Gesang (Obwohl der Text ansich so auch in einem Punksong stecken könnte – die Liedermacher packen dann doch etwas mehr „Fleisch“ in die Strophen).
  • es ist ein tanzbarer Groove – das denk ich gabs vorher in der Sparte noch nicht – aber ich lass mich da natürlich gerrne eines Besseren belehren.

Natürlich ist die Sorte House nicht besonders flexibel, aber als Kritik muss ich sagen, dass er diesem Hit doch schon recht ähnlich ist. Der Ohrwum-Award geht dann wohl auch eher an Stardust.

Oliver Kels – „Zensursula“

(via dutzender Blogs, die das gerade thematisieren, Original von Oliver Kels)

Sonntag in Klassisch

Wie Katrin schon beim letzten Sonntagspost bemerkt hat, werd ich immer noch nicht jeden Sonntag was raussuchen. Bei meiner doch grade etwas lahmen Blogfrequenz halte ich das nicht unbedingt für so angemessen.

Aber heute hab ich wieder was – sogar zwei. Zwei schöne Schmuckstücke aus einem Bereich, den manche als Neo-Klassik bezeichnen. Da ich noch nicht mal fähig bin, meine eigenen Machwerke vernünftig zu verschubladen, lass ich das mal so stehen. Der Komponist heißt Paul Schwartz und zwei seiner Alben (State of Grace und Earthbound) haben mich während meines Studiums begleitet – einerseits weil es sehr schöne Musik ist und anderseits weil es einer der ganz wenigen Künstler (wenn nicht sogar der einzige) war, wo’s keinen Streit mit der Freundin wegen der Musik gab 🙂

Nocturne – ein traumhaftes Klavierstück (Youtube-Direktlink, weil einbetten geht nicht)

Earthbound

In diesem Sinne wünsch ich  noch einen entspannten und schönen Pfingstsonntag.